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Consume

  • von
Less Consume for more Sustainabilty

In der Modeindustrie wird viel geredet, Greenwashing, also grüner Anstrich, ist an der Tagesordnung. Meist bleibt jedoch alles beim Alten, die Marketing-Lüge der Nachhaltigkeit soll die Gemüter beruhigen, Produzenten und Konsumenten beschwichtigen. Weniger zu konsumieren, Produktionsketten durch sinkende Umsätze zu sprengen, Produktkreisläufe mit einer Bewusstseinsveränderung zu durchbrechen, scheint umso schwieriger, je größer der Laden. Doch viele bekannte Designer möchten aus dem Hamsterrad des Konsums abspringen. Dries Van Noten, Stella McCartney oder Gabriela Hearst geben den Ton vor, wenn vom Paradigmenwechsel in der Mode die Rede ist. Brands wie Live from earth oder Armedangels gehen neue Wege, die aus der überdrehten Konsumspirale führen sollen.

Viele junge Designer und Modemacher, kleinere Unternehmen, Marken und Läden sind da schon weiter, flexibel und erfindungsreich, gewitzt und mit gleichzeitigem Blick: wie schön und nachhaltig zugleich ein Teil sein kann. Zum Beispiel Upcycling: Stoffe, die keiner (mehr) haben will, die ohne Nutzen, als Abfall abgestempelt oder verbraucht erscheinen, werden wieder-ver-wert-et, wieder als Rohstoff verwendet, in neuen Produkte aufgewertet. Stoffe und Materialien für Upcycling sind vielfältig, die Möglichkeiten der Kreation eine Bereicherung, die Neu-Interpretierung häufig überraschend und bezaubernd. Die Methode ist nicht nur nachhaltig, sondern auch verkaufsfördernd. Upcycling schont die Ressourcen, schützt Boden, Luft und Wasser, spart Energie und Transport, erhält Werte und kommt beim Konsumenten immer mehr in Mode.